Advaita Vedanta – da ist niemand

Der Begriff Advaita stammt aus dem Sanskrit und bezeichnet die Lehre der Nicht-Dualität. Verbreitet wurde die Lehr von indischen, spirituellen Meistern wie Sri Ramana Maharshi, Sri Nisargadatta Maharay und Ramesh Balsekar.

Dabei handelt es sich um eine Weltanschauung, nach der wir in einer Dualität leben – einer dualen Welt. In dieser Welt existiert alles nach dem Prinzip von Ying und Yang, schwarz und weiß usw. – Ich und Du, schwarz und weiß, kalt und heiß usw.. So entsteht eine geteilte Welt, in der es immer „zwei“ (Ich und Du) gibt.

Nicht-Dualität (Nonduality) bedeutet, „nicht zwei“ zu sein, sondern nur „eins“ zu sein, was auch als DAS bezeichnet wird. DAS eine ist die göttliche Kraft, das Bewusstsein (Brahman) welches durch uns alle fließt. DAS zu begreifen ist schwierig, da man DAS sein kaum mit Worten beschreiben kann. Möchte man es verstehen, dann muss die Dualität aufgelöst werden. Das „Ich und Du“ müssen also verschwinden, damit DAS sichtbar wird. Es wird also etwas weggenommen, nicht hinzugefügt.

Da die Dualität (also das Leben welches du im Moment lebst) eine Illusion ist, welche DAS überdeckt, wird durch die Herstellung der Nonduality nichts anderes verfolgt, als die Auflösung dieser dualen Welt. In diesem Zusammenhang wird auch oft davon gesprochen, dass man bereit sein muss, zu sterben (bezogen auf das Ego), damit man wieder zu sich selbst findet.

Sollte man, vereinfacht gesagt, es eines Tages geschafft haben, die duale Welt des Lebens als Illusion zu akzeptieren, so ist es möglich, DAS zu sein. Nonduality.