wie bewusstsein realität erschafft

Wie dein Bewusstsein deine Realität erschafft

In meinem letzten Beitrag Wie dein Herz deine Realität erschafft habe ich dir darüber berichtet, dass dein Herz zusammen mit deinem Gehirn deine Realität erschafft.

Doch da gibt es noch etwas, was einen ganz entscheidenden Einfluss auf deine Realitätsbildung nimmt. Jetzt kommen wir nach dem Gehirn und dem Herzen zu der dritten Kraft im Bunde: Wir sprechen von deinen Überzeugungen, deinem Glauben, welche im Unterbewusstsein verankert sind.

Grundstein für den Glauben liegt in der Kindheit

Schauen wir uns zunächst einmal an, was genau Überzeugungen sind. Die Definition wird so aussehen, dass es sich dabei um unser ureigenstes Vertrauen in die Richtigkeit der eigenen Ideen und Anschauungen handelt. Generell können wir dies als ein Glaubenssystem definieren, welches sich zuerst mit den Erfahrungen aus den ersten sieben Jahren unserer Kindheit ausbildet. In dieser Zeit übernehmen wir von unseren Eltern eine Vielzahl von Programmen als Glaubensgrundsatz und richten bereits frühzeitig unser Leben, unser Dasein, danach aus.

Weiter geht dies dann mit unserem sozialen, kulturellen und religiösen Umfeld, welches uns wiederum Werte und Glaubenssätze vermitteln, die wir dann übernehmen und in unserem Unterbewusstsein abspeichern. In Frage stellen wir diese nur selten, da vieles einfach unbewusst passiert.

Und so führen die antrainierten Glaubenssätze zu Überzeugungen und in der Ableitung davon zu Verhaltensprogrammen, die wir dann unser ganzes Leben mit uns tragen. All dies geschieht vollkommen unbewusst. Die Programme werden so übernommen, wie sie auftauchen. Da uns diese mitunter auch vor Gefahren schützen, ist dies eigentlich eine gute Sache.

Negative Glaubenssätze setzen enge Grenzen

Leider ist es aber auch so, dass uns so manche unserer Überzeugungen auch schaden können und wir diese nicht einmal selbst erkennen. Und gerade bei Überzeugungen aus unserer Kindheit ist das leider viel zu oft der Fall.

Wer kennt sie nicht, die Aussagen wie:

… du bist ein böses Kind
… du bist das nicht wert
… du bist nicht gut genug
… aus dir wird doch nie was
… du bist einfach zu dumm

Es gibt unzählige Beispiele dafür. Alle diese Phrasen haben wir damals übernommen. Zurück bleibt ein inneres, verletztes Kind, was später im Erwachsenenalter noch geheilt werden muss. Falls es jemals als verletzt erkannt wird.

Denn viele dieser Programme laufen heute noch, ohne dass wir es bemerken, und setzen uns enge Grenzen in unserer Persönlichkeitsentwicklung, die wir einfach nicht überwinden können. Deshalb ist auch die Selbstverwirklichung so wichtig, die eine weitestgehende Befreiung vom Ego, oder zumindest eine Reduzierung des Egos, bewirkt.

Natürlich ist es zu erwarten, dass sich unser Ego mit Händen und Füßen dagegen wehren wird. Es wird sich an diesen fest verankerten Glaubenssätzen bedienen, diese gegen uns einsetzten, um uns klein zu halten und damit sein eigenes Überleben zu sichern. Ja, so hinterhältig ist unser Ego, da zählt immer nur ich ich ich. Auch genau jetzt in dieser Sekunde, wenn dein Ego dir aus Selbstschutz schon wieder suggeriert …glaube das blos nicht, was der dir da erzählt!

Wie identifiziert man die Programme?

Sehen wir uns diese Programme mal etwas genauer an, denn schließlich werden 95 % unseres täglichen Lebens von diesen Programmen gesteuert. Bedenkt man nun, dass uns diese anerzogen wurden, erklärt sich auch schon mal, warum unser Leben so fremdbestimmt ist. Woher kommen denn diese Programme, die ja nicht gerade alle zu deinem Vorteil sein müssen?

Diese wurden dir ja mehr oder weniger von deinem Umfeld aufgezwungen. Für welches deiner Programme hast du dich denn frei entscheiden können? Und zwar wirklich frei? Genau … für keines. Weder damals in deiner Kindheit noch heute, wo es sich aus deinen Erfahrungswerten updaten kann.

Alles was wir heutzutage tun, was wir glauben, selbst entschieden zu haben, dem geht eine Entscheidungsfindung durch unser Unterbewusstsein voraus. Bevor wir also irgendeine bewusste Handlung vollziehen, hat unser Unterbewusstsein bereits entschieden, welches Programm abgespult werden wird. Wir führen dies dann nur noch aus.

Man kann also sagen, dass immer dann, wenn du Denkst, deine Programme dein Handeln bereits in Auftrag gegeben haben. Und wie oft denken wir am Tag? Ja, genau – permanent. Genau genommen sind es 95 % des Tages, an dem unsere Programme am Laufen sind. Wie Roboter rennen wir also den ganzen Tagen unserem Daily Business hinterher und vollziehen so unser vorprogrammiertes Leben. Wohl dem, bei dem gute Programme am laufen sind, wehe dem, bei dem schlechte Programme laufen.

Ich denke, an dem Punkt wird auch deutlich, was eine „gute“ Kindheit wert ist. Wobei uns auch klar sein muss, dass wohl die meisten von euch denken, sie hätten eine gute Kindheit gehabt, aber dem eigentlich gar nicht so wahr.



Wo finden wir unsere Überzeugungen?

Wir finden unsere Glaubengrundsätze als gespeicherte Informationen im Herzenergiefeld. Dort sind sie tief verankert und werden über die elektromagnetischen Wellen in die Welt hinausgetragen. So ist es uns in den zwischenmenschlichen Begegnungen tagtäglich bereits möglich, zu spüren, wie der andere so tickt. Dass macht schon deutlich, welch ein mächtiges Element unsere Überzeugungen sind und mit welcher Intensität sie unsere Realität beeinflussen. Jeder von uns kennt die Phrase „Der Glaube versetzt Berge“. Und so ist es auch.

Ich denke ihr wisst selbst, was der Glaube in der Menschheitsgeschichte bereits alles angerichtet hat. Es gibt genug Beispiele für verheerende Religions- und Glaubenskriege, welche die negativen Auswirkungen der Macht des Glaubens veranschaulichen. Genauso gibt es aber auch viele wunderbare Geschichten, die von Menschen berichten, die zum Beispiel in der Lage waren, unheilbare Krankheiten zu besiegen. Und das nur, weil sie daran glaubten.

In diesem Zusammenhang sei auch der Placebo Effekt genannt. Es gibt zahlreiche Experimente, die die Wirksamkeit des Placebo Effektes bestätigen. Das bedeutet, dass in vielen Fällen eine Heilung ohne Medikamente möglich ist, wenn nur der Glaube stark genug ist.

Doch warum ist das so, dass der Placebo Effekt so zuverlässig wirkt? Die Antwort ist, dass unser Zellsystem sich direkt nach den Informationen ausrichtet, die es von uns erhält. Das ist ziemlich revolutionär, bedeutet es nämlich, dass eine positiv wahrgenommene Realität direkt auf unsere Gesundheit wirkt. Im Gegensatz dazu bedeutet es aber auch, dass eine negativ wahrgenommene Realität sich auch negativ auf unsere Zellen auswirkt und wir krank werden. Das bestärkt einmal mehr, dass Stress definitiv krank macht.

Machen uns unsere Überzeugungen glücklich?

Wie widerspenstig unsere Überzeugungen sein können, ist uns allen bewusst. So schmettern wir oftmals mögliche Verbesserungen unseres Lebens mit haltlosen Argumenten ab:

– Ich bin zu alt!
– Ich bin zu langsam!
– Das ist nichts für mich!
– Sowas schaffe ich nie!
– Dazu habe ich keine Lust!
– Ich bin zu jung!
– Das Leben meint es nicht gut mit mir!
– und und und…

All das sind Aussagen, die uns zeigen, dass wir gerade an unsere glaubensbedingte Grenzen stoßen. Wie gesagt, das kann so in Ordnung sein, begrenzt uns aber auch und bringt unsere Entwicklung abrupt zum Stehen. Wir sollten also stets jede Phrase deutlich auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen.

Was möglich ist, dass sieht man am Beispiel eine Inderin, die mit 89 Jahren ihren ersten Marathon lief. Oder eine Bergsteigerin, die mit 73 Jahren den Mount Everest bestieg.

Wir Menschen haben die Fähigkeit, uns an fast alles anpassen zu können. Versteht mich nicht falsch, fliegen werden wir wohl kaum können, zu viel hat die Schwerkraft dagegen. Also nicht vom Dach springen. Doch, da gibt es ja auch noch die Geschichte von der Hummel, die eigentlich auch nicht fliegen kann, und es dennoch einfach gegen jedes Gesetz der Schwerkraft tut.

Du kannst also erkennen, dass es keinerlei Impulse von außen benötigt. Die Kraft, Dinge zu verändern entspringt in unserem inneren und dringt nach außen durch. Und genauso formt dein Bewusstsein deine Realität.

Die Lösung: Die Programme an unsere Bedürfnisse anpassen

Zusammenfassend können wir also festhalten: Unser bewusster Verstand, das Gehirn, kann lernen und so Wissen aufbauen. Wissen, was aber wieder vergehen kann oder in Vergessenheit gerät.

Unser unbewusster Verstand, das Unterbewusstsein in unserem Herzenergiefeld, enthält unsere Glaubensgrundsätze und Überzeugungen, die für größtenteils immer bestehen bleiben und den Großteil unseres Lebens dominieren. Sie bilden die ausführenden Programme, die unser tägliches tun bestimmen. Wenn wir diese nach unseren Wünschen und Sehnsüchten ausrichten, dann werden wir damit glücklich und zufrieden leben.

Wie genau du deine Glaubensgrundsätze überprüfen und an deine Bedürfnisse anpassen kannst, werde ich noch zu einem späteren Zeitpunkt erläutern.

Hast du auch meine vorhergehenden Beiträge  Wie dein Gehirn deine Realität erschafft  und  Wie dein Herz deine Realität erschafft  gelesen, dann bleibt abschließend nur zu sagen, dass die Realitätsbildung ein sehr komplexes Gebilde ist. Aber sie ist auch kein Hexenwerk, man kann sie entschlüsseln und damit seine Realität, zumindest teilweise, neu definieren.

Sich dessen bewusst zu werden und der daraus entstehende Prozess wird somit zu einem schöpferischen Akt.